
... dass wir über neue Mitglieder und (ehrenamtliche und parteilose) Helfer immer sehr erfreut sind. Sprecht uns an oder schreibt eine kurze Mail. Vielen Dank!


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„In der Partei rumort es. Viele sind unzufrieden, wollen Veränderung“ fasst Christoph Glogger, Moderator der Veranstaltung und eine der beiden Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Neustadt-Bad Dürkheim, die Stimmung in der Partei zusammen. „Deshalb haben wir unsere eigenen Thesen für eine Neuausrichtung der Partei entwickelt.“
Entstanden sind die Thesen auf einem Sonderparteitag in Gimmeldingen nach der „open space“-Methode: In 24 offenen Arbeitsgruppen wurden die Themen ausgearbeitet, die die Parteitags-Delegierten zu Beginn benannten. „Keine Vorgaben, keine vorgefertigten Papiere, nur eine gute Moderation des Prozesses“, fasst Isabel Mackensen-Geis, Bundestagsabgeordnete und Co-Vorsitzende des Unterbezirks das Vorgehen zusammen, „Veränderung beginnt damit, dass wir alle Mitglieder beteiligen und ihnen dadurch Verantwortung geben.“
So steht es denn auch im Thesenpapier: „[Die SPD] ist die Partei der Debatte und des Mitgestaltens“ (These 1), „sie beteiligt die Mitglieder mit neuen Formaten“ und „Unsere Demokratie braucht eine offene und ehrliche Kommunikation“ (These 2). Die Delegierten fordern, die SPD müsse „zu ihren Werten und ihrer Vision von einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft“ stehen (These3). Deshalb gehe „eine klare und demokratische Haltung immer vor Machterhalt und Posten“. Die „Sozialdemokratie der Zukunft“ brauche“ eine neue Dynamik“ und „neue Strukturen“ mit „offenen Themenforen“ (These 6).
Einen diplomatisch verpackten kritischen Hinweis zur aktuellen Führungssituation in der Bundes-Partei gibt es dann auch: „Eine selbstbewusste Partei trennt Regierungsämter von Parteiämtern, um auch in Koalitionen sichtbar und wahrnehmbar zu bleiben. Die Sozialdemokratie klebt nicht an der Macht, sondern stellt die Menschen und eine gerechte Gesellschaft in den Mittelpunkt.“ (These 3)
Inhaltlich geht es um Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit (These 7), um bezahlbaren Wohnraum (These 8) und eine echte Bürgerversicherung bei Rente und Krankenversicherung (Thesen 11+12). Die Delegierten fordern ein gerechtes Steuersystem mit einer Erbschafts- und Reichensteuer (These 10), ein integratives Bildungssystem (These 13) sowie ein „soziales Pflichtjahr“ für „alle“ (These 14).
Beim Thema Migration gehen die Sozialdemokrat:innen in die Offensive: „Integration kann gelingen“ und „Unsere Gesellschaft braucht die Migration von Fachkräften“ (These 16). Es gehe um Vielfalt, um Sicherheit und eine gesellschaftliche Debatte über Gewalt: „Nur ein Ja ist ein Ja“ (These 17). Schließlich: guten Klimaschutz „als Querschnittsaufgabe“ (These 18+19) und eine „starke Wirtschaft“ (These 20) könne es nur in einem „starken und vielfältigen Europa“ geben: „Unsere Vision sind deshalb die Vereinigten Staaten von Europa“ (These 15).
Auch bei wichtigen Zukunftsthemen wie social media und KI brauche die SPD „Antworten auf die grundlegenden Veränderungen“, es drohten „gesellschaftliche Verwerfungen“ (These 21). Die SPD verstehe „Künstliche Intelligenz deshalb nicht als Ersatz menschlicher Intelligenz, sondern als neuartiges Werkzeug, das […] zu jedem Zeitpunkt demokratisch kontrolliert“ werden müsse.
Dem „um sich greifenden Populismus“ wollen die Pfälzer Sozialdemokrat:innen mit einer klaren Haltung, mit konkreter und verständlicher Politik für die Mehrheit der Gesellschaft und einer ehrlichen und professionellen Kommunikation“ begegnen (These 1). Der „negativen Stimmungsmache und den Fake-News“ bei social media solle ein „positivistischer NeoPopulismus“ entgegen gesetzt werden, „der den Menschen Orientierung und Vertrauen gibt“ (These 22).
Die „Gimmeldinger Thesen“, an denen knapp 140 Genossinnen und Genossen aus Neustadt und dem Kreis Bad Dürkheim mitgearbeitet haben, werden nun als Forderungen an die Bundespartei gerichtet. Dort werden aktuell Beiträge zum neuen Grundsatzprogramm gesammelt, das 2027 verabschiedet werden soll. Die Genoss:innen hoffen derweil auf eine breite Debatte in der Partei und der Gesellschaft. „Wir freuen uns über Rückmeldungen und ähnliche Debattenbeiträge. Wir sind erst am Anfang“ sagt Mackensen-Geis.
Die kompletten Gimmeldinger Thesen des SPD-Unterbezirks Neustadt-Bad Dürkheim sind hier abrufbar: Gimmeldinger Thesen / September 2026
Veröffentlicht von SPD UB Neustadt/Bad Dürkheim am 04.11.2026
Zu einer weinpolitischen Veranstaltung konnte der Gimmeldinger SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Ortsvorsteherkandidat Winfried Marggraff den rheinland - pfälzischen Landwirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD), den SPD-Bundestagskandidaten im Wahlkreis 209 Dr. Wolfgang Ressmann, die SPD - Landtagsabgeordnete Hildrun Siegrist, die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Gisela Brantl und die gemeinsame OB-Kandidatin von SPD, Grünen und FDP, Barbara Hornbach begrüßen. Zahlreiche Winzerinnen und Winzer waren der Einladung der SPD-Gimmeldingen gefolgt.
Landwirtschaftsminister Hendrik Hering erläuterte die jüngsten weinbaupolitischen Vorgaben der EU insbesondere zum neuen Bezeichnungsrecht. Hier gelte es die Chance zu nutzen, die besondere Qualität des deutschen Weines hervorzuheben. Wilfried Marggraff zeigte sich erfreut, dass zahlreiche Winzerinnen und Winzer der Einladung in die Meerspinnenhalle gefolgt waren.
Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende und Bundestagskandidat Dr. Wolfgang Ressmann betonte gegenüber den Vertreterinnen und Vertretern der Winzerschaft die Bedeutung des Weinbaus für die Identität der Region. Mögliche Interessenskonflikte wie bei den Betriebsaussiedlungen im benachbarten Ortsteil Neustadt-Haardt müssten durch beiderseitiges Entgegenkommen gelöst werden.
Veröffentlicht am 04.06.2009